Mit Acti­ve Sourcing wer­den Sie gefunden!

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Mit Acti­ve Sourcing ist nicht mehr der Bewer­ber der Suchen­de, son­dern das Unternehmen.

Durch inten­si­ve Ana­ly­se, geziel­te Kon­takt­auf­nah­me und Auf­bau eines Talent­pools wer­den Per­so­nal­be­schaf­fungs­pro­zes­se wesent­lich effi­zi­en­ter. Die Wahr­schein­lich­keit steigt, geeig­ne­te Spe­zia­lis­ten zu fin­den und lang­fris­tig zu halten.

Was ist Acti­ve Sourcing?

Eine fest­ge­leg­te Acti­ve Sourcing Defi­ni­ti­on gibt es nicht. Am bes­ten lei­tet man Acti­ve Sourcing mit einem Blick auf die Ent­wick­lung der Per­so­nal­be­schaf­fung ab:

Recrui­t­ing ent­wi­ckel­te sich Ende der 1950er Jah­re, als man zuneh­mend Fach­kräf­te benö­tig­te. Eine Auf­ga­be, die im wie­der­auf­ge­bau­ten Deutsch­land nicht ganz ein­fach zu bewäl­ti­gen war. Recrui­ter ent­wi­ckel­ten ihre Fähig­kei­ten in der Hands-on-Men­­ta­­li­­tät. Eine spe­zi­el­le Aus­bil­dung in die­sem Bereich gab es nicht. Mas­se statt Klas­se reich­te jahr­zehn­te­lang voll­kom­men aus. Für anspruchs­vol­le Tätig­kei­ten kam der Head­hun­ter zum Einsatz.

Mit dem Inter­net begann die Neu­zeit im Per­­so­­nal-Recrui­­t­ing. Mit weni­gen Key­words aus einer Stel­len­an­zei­ge konn­te man aus den Such­ma­schi­nen pas­sen­de Kan­­di­­da­­ten-Pro­­­fi­­le fil­tern. Das Gieß­kan­nen­prin­zip brach­te ohne ein kla­res Bewer­ber­pro­fil und die dazu­ge­hö­ri­ge Detail­ana­ly­se nur durch­schnitt­li­che Ergeb­nis­se. Fach­kräf­te mit spe­zi­fi­schen Kennt­nis­sen waren kaum dar­un­ter. Eine Stei­ge­rung der Anfra­­ge-Fre­­quenz brach­te sel­ten eine höhe­re Tref­fer­quo­te. Der längst spür­ba­re Fach­kräf­te­man­gel und die Glo­ba­li­sie­rung zwan­gen Per­so­nal­ver­ant­wort­li­che zum Umden­ken: Qua­li­tät statt Mas­se war ange­zeigt. Der Umgang mit spe­zi­el­len Acti­ve Sourcing Tools und seman­ti­schen Algo­rith­men wur­de zum All­tag. Um auch in den Sozia­len Medi­en erfolg­reich zu sein, brauch­te es mehr, als eine Kopie linea­rer Recruiting-Maßnahmen.

Acti­ve Sourcing ent­wi­ckel­te sich: Online- und Off­­li­ne-Maß­­nah­­men, mit denen man geeig­ne­te Talen­te fin­den und hal­ten kann. Dazu gehört die wert­schät­zen­de Anspra­che und lang­fris­ti­ge Bin­dung der Talen­te. Idea­ler­wei­se sen­det der Kan­di­dat nach dem ers­ten Kon­takt sei­ne Unter­la­gen, nimmt an einem Inter­view teil oder trägt sich in einen Talent­pool ein. So baut sich der Sourcer einen Bestand an inter­es­san­ten und inter­es­sier­ten Kan­di­da­ten auf, aus dem er bei Bedarf offe­ne Posi­tio­nen beset­zen kann. Acti­ve Sourcing fin­det über­wie­gend im Netz statt und erfor­dert einen inten­si­ven Ana­ly­se­pro­zess und eine ver­tief­te Kennt­nis der Such­ma­schi­nen und ihrer Systematik.

Acti­ve Sourcing Metho­den und Tricks

Wer Men­schen mit spe­zi­el­len Kennt­nis­sen sucht, braucht spe­zi­el­le Acti­ve Sourcing Metho­den und Tools. Eini­ge davon sind kos­ten­frei und ste­hen uns – oft unbe­kann­ter­wei­se – längst zur Verfügung:

Wel­che Vor­tei­le hat Acti­ve Sourcing?

Die Vor­tei­le für Sie als Kan­di­da­ten sind:

Sie wer­den gefun­den. Eine Tat­sa­che, die wesent­lich moti­vie­ren­der ist, als sich auf eine Annon­ce zu bewer­ben und zu hof­fen, in den enge­ren Kreis der Kan­di­da­ten zu kommen.

Spe­zia­lis­ten, die aktiv von einem Arbeit­ge­ber ange­spro­chen wer­den, kön­nen sicher sein, dass der Bedarf für ihre Kennt­nis­se groß ist und sie gebraucht wer­den. Eine gute Aus­gangs­ba­sis für Verhandlungen!

Der Bewer­bungs­auf­wand ist erheb­lich gerin­ger, als bei der übli­chen Job­su­che. Statt vie­ler ver­schie­de­ner Bewer­bungs­map­pen muss nur die Eine für den inter­es­sier­ten Arbeit­ge­ber erstellt werden.

Wer im Rah­men des Acti­ve Sourcing ange­spro­chen wird, muss nicht unbe­dingt sofort wech­seln. Sie kön­nen sich in den Talent­pool auf­neh­men und bei pas­sen­den Posi­tio­nen erneut anspre­chen las­sen. Eine kom­for­ta­ble Situation.

Die Vor­tei­le für ein Unter­neh­men sind:

Auf­wen­di­ge Bewer­bungs­ver­fah­ren ent­fal­len. Statt Dut­zen­de ein­ge­hen­der Bewer­bun­gen zu sich­ten, Inter­views zu füh­ren und womög­lich erfolg­los eine wei­te­re Bewer­bungs­run­de zu star­ten, suchen sich Arbeit­ge­ber mit Acti­ve Sourcing ihren maß­ge­schei­der­ten Spezialisten.

Gera­de bei gefrag­ten Talen­ten las­sen sich so bereits vor Beginn der Zusam­men­ar­beit lang­fris­tig Bezie­hun­gen auf­bau­en. Pas­sen Zeit­punkt, Posi­ti­on und Rah­men­be­din­gun­gen kann das Unter­neh­men dann aus einem Pool inter­es­sier­ter Kan­di­da­ten schöpfen.

So lässt sich auch häu­fig ein Vor­sprung vor der Kon­kur­renz herausarbeiten.

Der Auf­wand ist bei Acti­ve Sourcing zwar nicht uner­heb­lich, doch statt aus einer brei­ten Mas­se nur sub­op­ti­mal zu rekru­tie­ren, fin­det sich meist eine opti­ma­le Beset­zung. Da aktiv bewor­be­ne Mit­ar­bei­ter laut aktu­el­ler Unter­su­chun­gen dem Unter­neh­men wesent­lich län­ger treu blei­ben, amor­ti­siert sich Acti­ve Sourcing rasch und ist kos­ten­güns­ti­ger als teu­re Printkampagnen.

Gewusst wie: Acti­ve Sourcing Beispiele

So groß der Erfolg sein kann, so viel kann ein Unter­neh­men beim Acti­ve Sourcing falsch machen. Wer die übli­chen Recrui­ter­re­geln anwen­det, wird beim Acti­ve Sourcing Schiff­bruch erlei­den. Am bes­ten schau­en wir uns ein Bei­spiel an:

Frank Tas­ten­hau­er, 34, ist Ora­cle Pro­gram­mie­rer mit viel Erfah­rung. Er nimmt an einer IT-Fach­­mes­­se teil. Und wird dort ange­spro­chen. Er steht zwar in einem guten Arbeits­ver­hält­nis, aber er ist ange­tan vom Inter­es­se des Unter­neh­mens. Auf der Mes­se sind vie­le Mit­be­wer­ber eben­falls dabei, Spe­zia­lis­ten ken­nen­zu­ler­nen. Es ist Druck zu spü­ren und der Sourcer, der ihn anspricht, wirkt über­eif­rig und hek­tisch. Frank fühlt sich bedrängt. Nein, bei die­sem Unter­neh­men möch­te er doch lie­ber nicht in den Talent­pool auf­ge­nom­men werden.

Eini­ge Tage spä­ter erhält er von einem wei­te­ren Unter­neh­men ein Acti­ve Sourcing-Schrei­­ben. Das Unter­neh­men stellt sich und die zu beset­zen­de Posi­ti­on vor, schreibt über die Ent­wick­lung der Bran­che und über Expan­si­ons­plä­ne. War­um der Arbeit­ge­ber jedoch kon­kret Inter­es­se an Frank Tas­ten­hau­er hat und was sei­ne Beson­der­heit für das Unter­neh­men aus­macht, wird nicht klar. Es ist ein Stan­dard­schrei­ben. Das ober­fläch­li­che Inter­es­se spricht den Kan­di­da­ten nicht an.

Acti­ve Sourcing ver­langt eine sehr genaue Vor­be­rei­tung. Stan­dar­di­sier­te Flos­keln oder eine unkla­re Stel­len­be­schrei­bung machen jede Spe­zia­lis­ten­su­che zunich­te. Ist der Kon­takt zustan­de gekom­men, soll­te sich das Unter­neh­men zwar knapp vor­stel­len, jedoch den Schwer­punkt auf den Kan­di­da­ten legen. Hek­tik oder gar ein Ulti­ma­tum für eine Ent­schei­dung sind fatal. Auch ein Acti­ve Sourcing Anschrei­ben soll­te die rich­ti­ge Balan­ce hal­ten zwi­schen Vor­stel­lung des Unter­neh­mens und kon­kre­tem Inter­es­se an die­sem Spe­zia­lis­ten. Die Auf­nah­me in den Talent­pool oder ein Inter­view mit Ver­ant­wort­li­chen soll­te als Vor­schlag die­nen, jedoch nicht als Bedingung.

Unter­neh­men soll­ten sich inten­siv mit Acti­ve Sourcing beschäf­ti­gen, bevor Sie mit dem Recrui­t­ing beginnen.

Aber auch als Kan­di­dat emp­fiehlt es sich, eini­ge Punk­te zu beachten:

  1. Erstel­len Sie am bes­ten zwei Pro­fi­le im Netz, eins für Ihre pri­va­ten, eins für Ihre beruf­li­chen Aktivitäten.
  2. Berech­ti­gen Sie für Ihren pri­va­ten Account nur Freun­de und Familie.
  3. Stel­len Sie Fotos von Urlaub und Par­tys gar nicht oder ohne Zugriff der Öffent­lich­keit ins Netz.
  4. Den­ken Sie auch sonst immer dar­an, dass alles, was Sie ins Inter­net stel­len, auch von inter­es­sier­ten Unter­neh­men gefun­den wer­den kann, dazu gehö­ren z. B. Kom­men­ta­re oder Videos

Fazit

Acti­ve Sourcing bie­tet für alle Betei­lig­ten vie­le Chan­cen auf eine lang­fris­ti­ge und zufrie­den­stel­len­de Zusam­men­ar­beit. Vor­aus­set­zun­gen sind eine aus­ge­zeich­ne­te Vor­ar­beit und ein dau­er­haf­ter wert­schät­zen­der Umgang mit inter­es­san­ten Kan­di­da­ten. Nur so kann Acti­ve Sourcing gelingen..

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